Der Tag des „Roten Mondes“

Marco und Alexander kurz vor ihrer Rede
Marco und Alexander kurz vor ihrer Rede

Am Ende des Tages stehen wir am Eingang des Konferenzzentrums, lauschen den Klängen klassischer koreanischer Musik und betrachten das Spektakel des „Roten Mondes“. „Der beste Side Event bisher!“ lacht Svana während sie ein Foto nach dem anderen schießt. Das stimmt, wenn man so will, denn zwischen 18:18 und 22:32 Ortszeit können wir eine totale Mondfinsternis beobachten, die in Europa nicht sichtbar ist. Das ist der Abschluss eines gelungenen Tages.

 

Rechtzeitig zu Arbeitsbeginn in Europa haben wird den Offenen Brief des Global Biodiversity Network an den Präsident des Europäschen Parlaments, Martin Schulz, und die Fraktionsvorsitzenden verschickt – denn heute wird die neue Kommission bestätigt. Finden könnt ihr ihn hier. Wir hoffen, dass er den Ausschlag dafür gibt, dass das Europäische Parlament Einfluss nimmt und sich dafür einsetzt, dass die Europäische Union ein Vorreiter in Sachen Umweltpolitik bleibt!

 

Am Nachmittag finden wir uns alle ein um dem ersten offiziellen Side Event von GYBN zu folgen. VertreterInnen verschiedener Organisationen berichten über den Beitrag der Jugend zur Umsetzung der Aichi Ziele. Alex und Marco sind auch dabei und stellen ein Projekt der NAJU Baden-Württemberg vor. Wir sind stolz auf die Projekte in Indien, Indonesien und Korea, die zeigen, welche tollen ExpertInnen hier zusammenkommen. Während der Verhandlungen haben unsere Kolleg*innen eine Intervention zu Umwelt- und Naturschutz gehalten. Danach meinte die Leitung des Treffens es sei “always good and useful to listen to the youth" – der Meinung sind wir natürlich auch.

 

Beim GYBN-Treffen am Abend schleichen wir uns mit 20 Leuten in den Raum, in dem normalerweise eine Kontaktgruppe über Finanzen verhandelt, und gratulieren uns gegenseitig zu diesem Tag. Neben diesen Highlights scheint es fasst, als hätten das BirdLife-Treffen am Morgen und die Side Events mit leckeren Häppchen gestern stattgefunden.

 

Diese Highlights mischen sich in unser Schweigen beim Betrachten des Erdschattens, der sich langsam über den Mond schiebt, der in einem roten Schleier über uns leuchtet. Anne hat beschlossen, noch in den Verhandlungen zu bleiben, Marco und Helene schreiben fleißig, während Svana, Anais und ich uns auf den Heimweg machen, während die Finsternis den Trabanten wieder frei gibt. „Wir Erwachsenen sind nicht fähig, über unsere vielen Interessen hinwegzusehen“, sagt der nigerianische Delegierte, mit dem wir uns ein Taxi teilen. „Es ist gut, dass ihr hier seid.“

Der rote Mond über Pyeongchang
Der rote Mond über Pyeongchang
Letze Besprechung des Tages: Das Global Youth Biodiversity Network (GYBN)
Letze Besprechung des Tages: Das Global Youth Biodiversity Network (GYBN)
Helene mit Dr. Horst Korn vom Bundesamt für Naturschutz
Helene mit Dr. Horst Korn vom Bundesamt für Naturschutz
Anais, Charles (vom Sekretariat des Übereinkommens zu Biologischer Vielfalt), Helene, Dr. Horst Korn und Svana vor dem Verhandlungszelt
Anais, Charles (vom Sekretariat des Übereinkommens zu Biologischer Vielfalt), Helene, Dr. Horst Korn und Svana vor dem Verhandlungszelt

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